Foto: Julia Wesely

 

 

Gegründet im Jahre 1999, entwickelte sich das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky rasch zu einem der bedeutendsten Barockensembles Osterreichs. Der kammermusikalische Geist seiner Mitglieder prägt maßgeblich auch die Sicht des Ensembles auf Orchesterwerke. So wurde wiederholt die Lebendigkeit und Dursichtigkeit des Klanges von der Fachpresse gelobt.

In den zahlreichen Konzerten des Bach Consort Wien, insbesondere im Wiener Musikverein, waren Solisten wie Emma Kirkby, Bernarda Fink, Verónica Cangemi, Franco Fagioli, Florian Boesch, Carlos Mena, Terry Wey, Deborah York, Antonio Giovannini, Kirsten Blaise, Yetzabel Arias, Yeree Suh, Gianluca Buratto, Daniel Johannsen, Christophe Coin und Erich Höbarth zu Gast.

Das Ensemble konzertiert bei zahlreichen Festivals und in diversen Konzerthäusern wie dem Wiener Musikverein, Theater an der Wien, OsterKlang, der Styriarte, im Stephansdom, ORF Radiokulturhaus, Palais Esterhazy Eisenstadt, Brucknerhaus Linz und Feldkirch (A), Händelfestspielen Halle, Festival Rhein Vokal und Schwetzingen (D), Winterthur (CH), Ancona (I), Zagreb und Barockabenden Varaždin (HR), Via Stellae/Santiago de Compostela, Palau de la Musica Valencia, Palau de la Musica Barcelona (E) und beim Estoril Festival (P).

In den letzten Jahren hat sich das Bach Consort Wien besonders als Opernorchester profiliert. Ein Meilenstein war die österreichische Erstaufführung von Porporas Polifemo (Theater an der Wien). Es folgten Produktionen von Händels Orlando und Rinaldo, die erste moderne Aufführung von Vincis/Handels Semiramide (Ltg. Alan Curtis) und Mozarts Clemenza di Tito.

 
 

 
 

Rubén Dubrovsky

Foto: Werner Kmetitsch

Der Wahlwiener wurde als Sohn einer polnisch-italienischen Künstlerfamilie in Buenos Aires geboren. Seinen Weg als Musiker prägen zwei unterschiedliche Erfahrungen, die er bis heute gekonnt und auf inspirierende Weise verbindet: einerseits die klassische Ausbildung als Cellist und Dirigent, andererseits seine passionierte Forschungsarbeit über die traditionelle südamerikanische Musik und ihre gemeinsamen Wurzeln mit der europäischen Barockmusik.

Der vielseitige Künstler ist Mitbegründer und Leiter des Bach Consort Wien, das von der internationalen Presse für seine „konzeptuelle Klarheit“ und zugleich „mitreißende Virtuosität“ gefeiert wird. Nach zahlreichen Konzerten mit dem Bach Consort Wien im Wiener Musikverein, gab Dubrovsky sein Operndebut mit Vivaldis Orlando Furioso an der Oper Bonn. Gleich folgte die Eröffnung der Sala Martin y Soler am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, mit Martin y Solers L'arbore di Diana. Unter seinem Dirigat entstand 2011 die erste Produktion in der Geschichte der Semperoper Dresden von Monteverdis L´incoronazione di Poppea.

Bedeutende Werke wurden von Dubrovsky für die Bühne wiederentdeckt: als künstlerischer Leiter des Festivals Winter in Schwetzingen dirigierte er die Erstaufführung von Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo und bei einer Produktion der Festivals Osterklang Wien und Psalm (Graz) die erste moderne Aufführung des Oratoriums Cristo nell’orto von Johann Joseph Fux. Die Österreichische Erstaufführung von Nicola Porporas Polifemo brachte er 2013 auf die Bühne des Theater an der Wien. Ein Jahr später folgte die erste Wiener szenische Produktion von Mozarts Clemenza di Tito auf Originalinstrumenten.

Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die Opern von G.F. Händel, bisher mit szenischen Produktionen von Giulio Cesare, Rinaldo, Radamisto und Agrippina (Kiel), Tamerlano (Bonn) sowie Orlando (Wien).

Zu den Höhepunkten als gefragter Konzertdirigent zählen Joseph Haydns Jahreszeiten am Schloss Esterházy, die TV Liveübertragung von Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Chor und Orchester des Spanischen Rundfunk in Madrid, Konzerte mit dem Hilliard Ensemble und dem Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich und Rheingau Festival (ARTE/SWR) und das Wiener Osterkonzert im Stephansdom mit Vivica Genaux (ORF/3sat).

In der Spielzeit 2014/15 dirigiert er Lullys Atys (Kiel), Händels Rinaldo (Wien, Moskau), Glucks Alceste (Mannheim), Handels Semiramide (Halle), Haydns Jahreszeiten (Mannheim), Gassmanns Betulia Liberata (Osterklang Wien), Salomons Reise mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (Michael Schade, Barocktage Stift Melk), Vivaldis Musica Sacra (Wiener Osterkonzert) und die Produktion Kontraste mit Musik von Schubert, Wagner, Webern und Strasnoy mit dem Else Klink Ensemble und dem Musikkollegium Winterthur.

Zudem ist Rubén Dubrovsky seit dieser Spielzeit künstlerischer Leiter des Chicago Bach Ensemble.

 
 

 
 

Violine

Agnes Stradner
Florian Hasenburger
Annegret Hoffmann
Diana Kiendl
Milos Valent
Sofija Krsteska
Christiane Bruckmann-Hiller
Angelika Treml


Viola
Rosi Haberl
Barbara Palma

Violoncello
Marie Orsini-Rosenberg

Violone
Roberto Sensi

Fagott
Ivan Calestani

Theorbe
David Bergmüller

Orgel
Magdalena Hasibeder