Salzburger Bachchor

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Der Salzburger Bachchor ist seit über 30 Jahren eine feste Größe im Salzburger Musikleben und gehört zu den führenden Vokalensembles in Österreich. Sowohl in der Besetzung als auch in seinem chorischen Gesamtklang zeichnet er sich durch hohe Flexibilität aus. Er ist nicht nur regelmäßiger Gast der großen Salzburger Festivals, sondern auch auf internationalen Bühnen präsent.

Internationale Gastspiele führten den Chor u.a. nach Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Rumänien, in die Niederlande, die Türkei und nach Spanien. Seit 2003 leitet Alois Glaßner den Chor.

Das Repertoire des Salzburger Bachchores umfasst sämtliche Epochen von der Renaissance über die großen Oratorien des Barock, der Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik und er wird als kompetentes Ensemble mit Uraufführungen betraut.

Auftritte bei den Salzburger Festspielen fanden u.a. mit den Wiener Philharmonikern, dem Mozarteumorchester und der Camerata Salzburg, dem Freiburger Barockorchester, dem RSO Wien und den Musiciens du Louvre unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Hans Graf, Ivor Bolton, Ingo Metzmacher, Marc Minkowski, Sir Roger Norrington, Yannick Nézet-Séguin, Louis Langrée, Andres Orozco-Estrada und Vladimir Fedoseyev statt. Szenisch war der Chor in Mozart-Opern (Idomeneo, Lucio Silla, Entführung aus dem Serail), 2009 in einer viel beachteten Inszenierung von Händels Theodora und zuletzt bei der Mozartwoche 2014 in Glucks Orfeo auf der Salzburger Festspielbühne zu sehen. Einige dieser Produktionen sind auch auf DVD erschienen.

Neben Konzertreisen nach Istanbul mit Beethovens Missa solemnis und Haydns Jahreszeiten auf Einladung des Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra 2013 und 2015 feierte der Chor im Frühjahr 2014 – wieder mit Beethoven – sein Debut im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.

Seine Kompetenzen in der hohen Schule des A Cappella-Gesangs beweist der Chor mit einer herbstlichen Konzertreihe und präsentierte daraus hervorgehend im Dezember 2014 seine erste A Cappella-CD. In viel beachteten Auftritten im Rahmen des Dialoge-Festivals der Internationalen Stiftung Mozarteum war der Chor a cappella u.a. mit Ligetis Lux aeterna sowie Ausschnitten aus Beat Furrers Zyklus Enigma unter Leitung seines Künstlerischen Leiters Alois Glaßner zu hören.

2015 war der Salzburger Bachchor Teil eines spektakulären Auftritts mit Mozarts Davide penitente in der Felsenreitschule des Salzburger Festspielhauses zusammen mit den Musiciens du Louvre und der Académie equestre du Versailles.

Im Frühjahr sang der Chor Edward Elgars großes Oratorium The Dream of Gerontius im Großen Festspielhaus und stand dort wieder bei den Pfingstfestspielen in einem Galakonzert mit Anna Netrebko, Cecilia Bartoli, Juan Diego Florez und Christopher Maltman auf der Bühne.

Zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2015 war der Salzburger Bachchor mit Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung zu hören und absolvierte danach noch acht weitere Festspielkonzerte unter anderem unter Andrès Orozco-Estrada, Ingo Metzmacher und Rudolf Buchbinder.

Vielfältige Aufgaben mit Werken von Mendelssohn absolvierte der Chor bei der Mozartwoche 2016. Zusammen mit den Wiener Philharmonikern war er in der 2. Sinfonie „Lobgesang“ und mit der Camerata im Oratorium „Elias“ im Salzburger Festspielhaus zu hören sein.

Bei den Salzburger Pfingstfestspielen wird der Salzburger Bachchor erstmals mit Gustavo Dudamel in Bernsteins „West Side Story“ zu hören sein, welche auch bei den Sommerfestspielen wieder am Programm steht. Dazu ist der Chor mit der Uraufführung der Oper „The Exterminating Angel“ von Thomas Ades betraut. In konzertanten Aufführungen wird er im Großen Festspielhaus wieder mit den Wiener Philharmonikern und mit Mozarts Messe in c-Moll KV 417 und Michael Haydns Schrattenbach-Requiem unter Adam Fischer zu hören sein.

 
 

 
 

Alois Glaßner

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Alois Glaßner erhielt seine erste musikalische Ausbildung während der Gymnasialzeit im Stift Melk. Es folgten Studien an der Wiener Musikuniversität in Kirchenmusik, Orgel, Orchesterdirigieren, Komposition und Gesangspädagogik sowie Chorleitung bei Eric Ericson in Stockholm und London. Noch während des Studiums machte Glaßner sich mit dem Aufbau des Hugo Distler Chores einen Namen. 1993 wurde er zum Kirchenmusikdirektor an der Wiener Augustinerkirche berufen und gestaltete dort mit einem hochkarätigen Ensemble in zwölf Jahren über 700 Aufführungen.

2003 übernahm Alois Glaßner die künstlerische Leitung des Salzburger Bachchores. Unter seiner Leitung wurde das Ensemble zum fixen Partner großer Festivals und arbeitete mit renommierten Orchestern und angesehenen Dirigenten zusammen.

Bereits seit 1991 lehrt Glaßner an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, 2004 wurde er zum Professor für Dirigieren berufen, 2008 gründete er die Wiener Chorschule mit dem Ziel Kindern und Jugendlichen über das Chorsingen einen wertvollen musikalischen Bildungsweg zu erschließen. Vielseitigkeit durchzieht wie ein roter Faden seinen künstlerischen Werdegang, er wird für seine breite Repertoirekenntnis und Stilsicherheit von der Renaissance bis zur Moderne und seine Erfahrungen in der Leitung unterschiedlichster musikalischer Formationen geschätzt.

Glaßner ist weiters gefragter Referent, Dozent und Vortragender an verschiedenen Universitäten, bei internationalen Kursen, Symposien und Kongressen wie zuletzt im Februar 2016 bei der Convention der ACDA (American choral conductors association) in Chicago. Als Dirigent arbeitete Glaßner u.a. mit dem Symphonieorchester der Volksoper Wien, dem Mozarteumorchester sowie der Camerata Salzburg zusammen und absolvierte eine Reihe von Gastdirigaten bei professionellen Chören u.a. in Korea, Japan und China.

Mit der Konzeption und Aufführung eigener Programme für den Salzburger Bachchor widmet sich Glaßner auch intensiv der Pflege des hochkarätigen a-cappella-Gesangs. Im Jänner 2015 erschien eine neue A cappella CD mit dem Titel Pater noster.