Hanna Herfurtner (Soprano)

Foto: Jörg Frank

Hanna Herfurtner wurde in München geboren, wo sie auch ihren ersten Gesangsunterricht bei Prof. Thomas Gropper erhielt. Nach dem Abitur studierte sie Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität in München, bevor sie zum Gesangsstudium zunächst an die Musikhochschule Stuttgart zu Prof. Bernhard Jäger-Böhm, dann an die Universität der Künste Berlin zu Prof. Julie Kaufmann ging.
Einer ihrer Schwerpunkte war seit jeher die alte Musik. 2010 erhielt sie den dritten Preis beim Cesti-Wettbewerb der Festwochen für Alte Musik, Innsbruck, sowie den Sonderpreis Resonanzen des Konzerthauses Wien, wo sie seither regelmäßig zu Gast ist. 2012 und 2013 war sie Singer in Residence beim Festival für Alte Musik Trigonale, wo sie unter anderem mit Barokksolistene und dem Ensemble Sirocco, Franco Pavan und Alfredo Bernardini auftrat.

Als Konzertsängerin mit Werken von Monteverdi bis Honegger ist sie mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum zu hören unter anderem am Theater an der Wien, dem Konzerthaus Berlin und zuletzt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Im Sommer 2009 sang sie bei der Ruhrtriennale eine nackte Jungfrau in Moses und Aron von Arnold Schönberg und im darauffolgenden Jahr die Titelpartie in der Uraufführung von Hans Werner Henzes Gisela.

Sie sang bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen, der Staatsoper Berlin und jüngst an der Oper Köln. 2012 war sie für kurze Zeit Ensemblemitglied der Oper Kiel, wo sie unter anderem Olympia in Les Contes d' Hoffmann und Fraarte in Händels Radamisto sang. Zuletzt war sie als Arminda in Mozarts Die verstellte Gärtnerin unter der Leitung von Michi Gaigg und als
L ́Amour in Glucks Orphe'e et Euridice an der Nederlandse Reisopera zu hören.

Auch der Liedgesang liegt ihr sehr am Herzen. Wesentliche Impulse darin erhielt sie von Axel Bauni und Eric Schneider. Im Herbst 2009 gewann sie mit dem Pianisten stefanpaul beim Paula-Salomon-Lindberg- Wettbewerb in Berlin den 1. Preis. In den vergangenen vier Jahren war Hanna Herfurtner mit verschiedenen Programmen unter anderem beim Heidelberger Frühling, dem Coburger Musikverein und im Konzerthaus Wien zu Gast. Im August 2012 gab sie zusammen mit Jonathan Ware das italienische Liederbuch von Hugo Wolf beim Rheingau Musikfestival.

 
 

 
 

Joowon Chung (Soprano)

Foto: Hanjong Kim - John D

Joowon Chung entdeckte schon als Kind ihre Liebe zum Gesang. Nach dem Besuch einer Schule mit musischem Profil nahm sie ein Gesangsstudium an der Nationaluniversität Seoul bei Hyunju Yoon auf.

In Deutschland setzte die junge Sopranistin ihr Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden fort. Dort besuchte sie die Klassen von Prof. Christiane Hossfeld und Prof. Christine Hesse. 2011 führte sie ihr Interesse an der Musik des Barock an die Abteilung Alte Musik der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig. Dort besuchte sie die Meisterklasse bei Gundula Anders, die sie im Februar 2016 mit dem Examen abschloss.

In Meisterkursen bei Emma Kirby und Dorothee Mields erhielt sie wichtige Impulse für den Gesang in der historischen Aufführungspraxis.

Joowon Chung trat bereits beim Bachfest Leipzig, den Mendelssohn Festtagen Leipzig, dem Musikfest Erzgebirge, der Händel Festspiele Göttingen, dem Festival Musicale Estense in Modena, sowie innerhalb der Bachakademie Stuttgart gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin, den Wiener Sängerknaben mit der Bach Consort Wien auf.

Auf der Opernbühne sang sie in Glucks Orfeo ed Euridice und Hasses La Semiramide Riconosciuta. 2013 gewann sie den Ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb cantateBach! in Greifswald.


Andreas Scholl (Alto)

Foto: James-McMillan / Decca

Andreas Scholl hat eine Reihe außergewöhnlicher Soloaufnahmen veröffentlicht, zuletzt Wanderer - ein Album mit deutschen Liedern gemeinsam mit der Pianistin Tamar Halperin bei Decca.

Höhepunkte der aktuellen Spielzeit sind ein neues Programm Italienischer Kantaten von Caldara und Scarlatti in Paris und London sowie die Rolle des Athamas (Semele) bei den Pfingstfestspielen Salzburg.

Im Bereich der Oper übernahm Scholl bereits die Titelrolle von Giulio Cesare im Théâtre des Champs-Elysées und bei den Salzburger Festspielen 2012 sowie Bertarido (Rodelinda) bei der Glyndebourne Festival Opera und The Metropolitan Opera.

Scholl gab Konzerte u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra und der Academy of Ancient Music. 2005 war er bei der Last Night of the Proms in London zu erleben – als erster Countertenor in der Geschichte der Proms.

Seine erste Musikausbildung erhielt der in Eltville am Rhein geborene Scholl bei den Kiedricher Chorbuben. Später studierte er bei Richard Levitt und René Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis. Er hat zahlreiche Auszeichnungen und Preise gewonnen, darunter den ECHO Klassik für seine eigenen Kompositionen für das Hörbuch von Hans Christian Andersens Des Kaisers neue Kleider und Die Nachtigall bei Deutsche Grammophon.